• Hanna Girard

Gelbe Primeln und Alpwürste


©Hanna Girard


Mürren liegt am Fuss des Schilthorns im Berner Oberland. Hoch oben über dem Tal klammert sich das Dorf an steinige Felsen. Wie ein Adlerhorst. Eiger, Mönch und Jungfrau stellen sich vor die ewigen Weiten des Himmels und ihre Gletscher glänzen an einem sonnigen Tag in eisigem Blau.

Dort oben ist vom Coronavirus oder der abgesagten Fasnacht nichts zu spüren. Hier verkauft der alte Metzger mit dem grossen grauen Schnauzer seelenruhig seine Alpwürste und die alte Dame im Souvenirshop liest weiter in der Schweizer Illustrierten. Draussen fällt Schnee und drinnen essen die Leute Hobelkäse auf Holzofenbrot. Das Dorf nach ein paar Tagen wieder hinter mir zu lassen, fiel mir schwer. In Mürren schien die Welt für einen Moment heil zu sein, im Unterland übermannten mich erneut düstere Nachrichten. Trost hat mir beim heimkommen mein Balkon gespendet. Auch wenn er nicht so hoch wie Mürren über dem Boden schwebt, hat man doch auch hier eine Aussicht bis über die dunklen Hügel des Schwarzwalds, über das unvollendete Biozentrum bis hin über den Pharmaziepark rheinabwärts. Dort auf meinem kleinen Adlerhorst reihen sich Blumentöpfe aneinander. Und mitten in all der nackten Erde: Zwei kleine, gelbe Primeln. Ein wenig Trost in einer grossen, hektischen Stimmung. Hier ein friedliches Frühlingswallpaper für dich.


Wallpaper-download: Entweder Rechtsklick und Bild speichern oder wenn das nicht geht, sich einfach mit einem guten alten Screenshot zu helfen wissen. Du kannst die Illustration auch ausdrucken und ein paar nette Zeilen darauf schreiben.

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