• Colin Lanz

KAHLLA - In the Morning


© Lottie Turner

März 2020.


Als ich im Frühjahr mit meiner Band an einem Konzert spielte, wurde der Abend sanft und sinnlich eingeleitet. Bis dahin kannte ich die Musik von KAHLLA noch nicht. Der treibende Start des Songs Home zog meine Aufmerksamkeit auf die Künstlerin und ihre Band.

KAHLLA und ich haben eine überraschend ähnliche Vergangenheit. Mit 19 zog es Freya – so heisst sie mit richtigem Namen – in die englische Hauptstadt. Hinter sich liess sie ein ländliches Örtchen in der Nähe von Karlsruhe.


“Ich bin mit viel Rockmusik aufgewachsen, alle meine Lieblingsbands spielen hier - da musste ich mit 19 Jahren auf jeden Fall hier hin”, sagt sie über ihre Entscheidung, Deutschland zu verlassen. In London studierte sie an der renommierten Musikhochschule ICMP. Seit sie das Studium abgeschlossen hat, meistert sie die Balance zwischen ihrer Musik und der Arbeit für ein Record-Label. Tatsächlich bestehen damit zwischen uns einige Parallelen.

Ihre Debüt-EP Sense of Self ist ein sehr intimes Werk und lässt viele Einblicke in ihr musikalisches und privates Dasein zu. Ob Mental Health-Probleme, der Trott im Großstadtdschungel oder eigene Unsicherheiten, KAHLLA lädt in ihre Welt ein.

Ihre musikalische Erziehung im klassischen Bereich ist sogar mit ergänzender elektronischer Instrumentation noch erkennbar. Gekonnt paarte sie diese zwei musikalischen Welten und vereinigte sie. In Kollaboration mit anderen Produzenten, unter anderem mit Paul Stanborough, schuf sie vier luftige leichte und zugängliche Lieder.


Bestes Beispiel hierfür ist wohl die Single In the Morning. Die simple Produktion, welche sich eher in den Hintergrund drängt, erlaubt es ihr mühelos eine emotionale Brücke zwischen Künstlerin und Zuhörerschaft zu schlagen. Dies verhalf dem Song, seit März über 200’000 Streams zu sammeln.


Am 17. Juni 2020 veröffentlichte Freya zudem eine Akustik-Version des Stücks. Das bereits intime Lied eröffnet in dieser Ausführung eine noch zerbrechlichere Welt.

Die Plattentaufe in London musste Freya Corona-bedingt leider verschieben. Am 19. Oktober soll es aber so weit sein, sodass die Sense of Self-EP auch den Abend erhält, den sie verdient.

Untätig bleibt KAHLLA bis dann aber nicht. Bereits im späten 2020 soll neues Material erscheinen. Lasst euch bis dahin von ihrer wolkigen Musik davontragen und helft ihr, als selbstständige Musikerin durch die Coronakrise zu kommen. (Facebook, Instagram)


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